Bundestrend: FDP mit zwei Prozent bedeutungslos

| 28. September 2011 | 14 Kommentare

Berlin (DE) – im aktuellen Bundestrend zeichnet sich eine gravierende Änderung im linksliberalen Parteienspektrum ab.

Die linksliberale Piratenpartei verdrängt die ebenfalls linkskapitalistische FDP und macht der kommunistischen Linkspartei Konkurrenz. So kommen die Freibeuter in der aktuellen Sonntagsfrage des Umfrageinstitutes Forsa auf satte sieben Prozent. Den gleichen Wert erzielt auch die SED-Linke. Wobei der Unterschied darin besteht, dass die Internetpartei sich von unten nach oben und die linken Antidemokraten von oben nach unten entwickeln. Vor rund einer Woche hatten die Piraten bei vier Prozent gelegen. Vor einem Jahr schaffte die SED-Linke dagegen noch zehn Prozent.

Die FDP wird verdrängt. Sie erreicht in der Umfrage einen historischen Tiefstand. Wurde über die Abkürzung FDP früher gespottet, dies bedeute ausgeschrieben „Für Drei Prozent“, so wäre die Partei hierüber mittlerweile wohl schon froh. Sie sackt in die Bedeutungslosigkeit auf nur noch zwei Prozent ab. Der Niedergang der Neoliberalen, bei der Bundestagswahl 2009 strichen sie noch 14,6% ein, scheint damit eine neue Stufe erreicht zu haben. Konnte sich die FDP nach Röslers Eurokritik kurz vor der Berlinwahl noch ein wenig stabilisieren, scheint das neuerliche Umfallen der wankelmütigen Truppe in dieser wichtigen Frage nun den Fall in den Keller der Splitterparteien weiter zu beschleunigen.

Die Union bleibt trotz desaströser Politik bei 31%. Die nicht bessere SPD liegt bei 29% und die Grünen verlieren leicht auf 19%. Die „Sonstigen“ – hier ist die FDP (noch) nicht beinhaltet – kommen demnach auf fünf Prozent. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von einem Prozentpunkt.

 

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Kategorien: Deutschland, Politik

Kommentare (14)

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  1. Prinz Eugen sagt:

    So schnell geht der Abfall von Protestwählern.

  2. spartaner sagt:

    Charlie was ist nur los mit deiner Partei?. Liegt es an den Việt Minh Vietcong , Schwesterwelle, was für ein kaputter Liberaler Menschenverachteter Verein.

  3. warum? sagt:

    Die werden wohl in der Versenkung verschenken wenn sie nicht nach rechts rücken

    • westphal sagt:

      Vor 15 oder 20 Jahren gab es einen Alexander von Stahl (allein schon der Name!), der die FDP deutlich national aufstellen wollte.
      Nunja, was wohl aus ihm geworden ist, tempi passati.
      Die kapieren es nie, daß das Bürgertum allein auf weiter Flur steht und weint, genauso wenig wie die NPD.
      Die einen starren gebannt auf die Wählerschaft der CDU und SPD, die anderen auf die der Linken.

      Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen.
      Aber die Geschichte schlägt bekanntlich Volten und ich muß mich noch dereinst schrecklich schämen, weil der Außenminister Udo Voigt heißt…

  4. doering sagt:

    piraten –die zukunft der brd

  5. Romantiker sagt:

    Irgendwie ist das doch nur bekloppt. So wird es die nächsten Jahre so weiter gehen.
    Die politische Orientierung ist bei der Jugend quasi gleichgeschaltet links.
    Durch Erziehung und strukturelle Gründe koppelt sich das wieder “positiv” zurück.

    An meiner Pendeltheorie zweifel ich immer mehr, die davon ausgeht, dass sich langfristig politische Pole abwechseln.
    Zumindest ist das BRD-Pendel ein physikalisches Wunder: Mal ganz oben links, schwingt es zurück in “die Mitte”, die aber auch argen Linksdrall hat.

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