Negativbeispiele für den Verhaltens- und Sprachkodex in der NPD – warum Berlin scheiterte!

| 10. Oktober 2011 | 87 Kommentare
Absolutes Negativbeispiel

Ich werde ja nicht gerne persönlich, aber ich habe festgestellt, dass manche Dinge erst fruchten, wenn man die Personen unmittelbar anspricht. Ansonsten geht das stets so: “Schön, das zu lesen; aber was kommt heute Abend im Fernsehen und ist das Bier schon kaltgestellt?” Die angesprochenen Menschen verbleiben in ihrem Trott und glauben, diese Dinge gingen sie nichts an. Deshalb folgt nun ein Negativbeispiel für ordentliches Aussehen:

Einige werden mir das jetzt sicher wieder übel nehmen; aber ich habe das Bild in einem Bericht gefunden, der den Vorwurf von Spitzeltätigkeiten gegen diese Personen substantiiert erhebt. Auch wenn dieser Bericht aus einem Milieu kommt, dem man mindestens genauso gut entgegenhalten kann, dass hier mehr staatliche Zahlungen fließen als das berühmte Hartz4, für dessen Inanspruchnahme sich ja der “arbeits- aber nicht beschäftigungslose” Führer Axel Reitz rühmt.

Das Foto kann in Originalgröße hier abgerufen werden. An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich auf die Empfehlungen im Verhaltens- und Sprachkodex hingewiesen.Nehmen wir uns zunächst die Atmosphäre des Bildes vor: eine einfache Hauswand – mit Blick auf den Balkon. Sehr staatstragend. ;-) Hier hätte man auch den Kleingartenverein Castrop-Rauxel ablichten können, aber keine Partei, die selbst den Anspruch erhebt, für Deutschland eine Wende herbeiführen zu wollen.

Punkt 1: Anspruch und Realität passen nicht zusammen – ein kommunikativer Super-GAU!

NPD-LaVo NRW

Man hätte hier in eine Grünanlage gehen können, vor ein Denkmal einer deutschen Persönlichkeit usw. Das Gestrüpp und die rostoge Eisenstange rechts im Bild sind nicht so gewinnbringend.

Nun aber zu den Menschen: Nehmen wir uns als ersten den Vorsitzenden Cremer zur Brust. Er ist der Mann in Schwarz in der Mitte. Einziger Pluspunkt: er lächelt! Der Rest ist nicht sonderlich passend. Während die Damen wenigstens etwas Frische in das Bild bringen, geht Herr Cremer in Trauer – von Kopf bis Fuß. Ein aufstrebendes Deutschland ist visionär, es macht Spaß, es reißt mit. All das kann mit einem Traueraufzug nicht geschehen.

Punkt 2: Ein bisschen mehr “Leben” in den Stil bringen, also auch mal ein weißes Hemd oder eine farbige Krawatte. Nicht die aus den 80ern, sondern eine aktuelle. Werbeprospekte von Kaufhof bis P+C liefern hier genügend Anschauungsmaterial.

Dann der Herr ganz links im Bild. Gegen den Anzug ist, bis auf die schlecht sitzende Krawatte, wirklich nichts zu sagen. Hier mal ein Lob! Auch die Schuhe sind geputzt. ;-) Aber warum muss es diese eklige, blaue Sonnenbrille und das wuchtige Goldkettchen samt dieser goldenen Ringe sein? Mit Verlaub, aber mir kam da die Assoziation eines Zuhälters oder eines Sonnenbank-Vertreters. Würde man einen windigen Versicherungsmakler zum Kanzler machen? Ja, wenn er sich anders verkauft! Darauf kommt es an – das Bild, das man erzeugt, ist enorm wichtig.

Deshalb Punkt 3: Überprüfe das Bild, das Du anderen gibst. Du willst ihr Vertrauen, deshalb musst Du vertrauenswürdig aussehen. Hole Dir bei Freunden oder in der Familie eine Rückkoppelung, wie Du auf andere wirkst, welche Eigenschaften man Dir zuschreibt.

Ähnliches gilt für den jungen Mann links von Herrn Cremer. Frisur, Kleidung und Schuhe verdienen ein Lob. Ausdrücklich! Aber warum dieser verbissene Gesichtsausdruck? Sicher, das Vaterland ist wahrlich in keiner guten Verfassung (genau gesagt: es hat gar keine). Aber ein Lächeln wirkt manchmal Wunder. Auch hier gilt: Wir sind nicht das wandelnde abbild dieser verkommenen Gesellschaft, sondern wir wollen Menschen gewinnen, um sie wieder hin zu einem neuen Deutschland zu führen. Und einem lächelnden Menschen folgt man eher als einem Griesgram.

Punkt 4: Lächeln und Freude austrahlen! Der Kampf wird zwar hart, aber er verschafft innere Befriedigung. Mit einem Siegerlächeln kommt der Erfolg von allein!

Der Rest auf dem Foto kommt zunächst ungeschoren davon ;-) Einige lächeln und wirken auch sympathisch. Das ist gut und das soll ausdrücklich positiv herausgestellt werden. Nur eine Sache missfällt mir immer wieder: Unser Volk ist zerrissen; es leidet an Kinderarmut und Armut der Kinder. Die NPD will hier für etwas Neues stehen. Sie markiert den Aufbruch. Aber wie kann man für “Aufbruch” stehen, wenn man selber, wie die Altparteien, wohlgenährt ist? Die drei Herren auf der rechten Seite des Fotos wissen, wer angesprochen ist. Geht nicht auch ein bisschen weniger? Wir können doch nicht immer von “Kampf” reden, wenn wir selbst den Eindruck völliger Wehruntauglichkeit machen.

Punkt 5: Nicht nur die Kleidung (siehe Punkt 1), auch unser Körper, der Ausdruck der Seele ist, muss zu uns passen. Es darf keine Widersprüche in dem Bild geben, das wir vermitteln. Übergewicht ist ein Zeichen von schlechten Gewohnheiten. Bis auf die wenigen, krankhaften Fälle, kann jeder (!) etwas an seiner Figur tun – gerade in jungen Jahren!

Die Debatte um das Thema Kleidung und Abgrenzung gegenüber den Etablierten wurde auch anlässlich der Kandidatenfotos aus Berlin angestoßen, siehe hier. Ich habe zu diesen Fotos, die eigentlich auf den Seiten der NPD Berlin (npd-berlin.de) und auf der Seite von Udo Voigt (udovoigt.de) abgerufen werden konnten (offenbar hat man hier anderes zu tun, als die Seite wieder hochzufahren…), auch schon meine Anmerkungen gemacht.

Foto 1

Foto 1

Ich habe übrigens – soviel nur vorweg – nie behauptet, dass wir alle in Anzügen rumlaufen müssen!

Berufskleidung oder elegante Freizeitkleidung geht auch! Warum nicht in Handwerkerkleidung photographieren lassen? Das würde zeigen: Wir sind das Volk. Ein gemischtes Bild wäre sicher nicht schlecht! Vielleicht mal so: Eine Rentnerin, ein Handwerker, ein “Anzugträger”, ein Jugendlicher und meinetwegen auch mal ein Hartz4-Empfänger (der aber nicht rumlaufen muss wie der letzte Henker). Das wäre Abgrenzung von den Etablierten in einem stilvollen Rahmen. Die NPD Sachen-Anhalt hat es da schon vorgemacht!

Aber die Fotos, die in Berlin gemacht worden sind, sind “einfach mal so” geschossen worden. Da hat man sich nicht sonderliche Mühe gemacht. Einfach alle aufgestellt und dann abgedrückt. Danach ist man wahrscheinlich in die Kneipe anstatt die Fotos zu bearbeiten, nachzubereiten und evtl. noch einmal ein Foto zu machen.

So kann das in Berlin mit der NPD nichts werden.

Den Einfluss der Frauen sieht man auch in Berlin. Die Frau ist ist ja durchaus tageslichttauglich. Warum hat sie die Männer nicht beraten? Denn auch hier gibt es Kritik:

1. Der Herr im “Metal-Look” – meinetwegen kann man das machen. Wenn das den Charakter oder die “Zielgruppe” anspricht, gut, dann soll es so sein. Wir haben eine plurale Gesellschaft und die wird sich zwangsläufig auch in den Parteien abbilden. Aber muss man dann die Hände in der Hostentasche haben? Dann wäre das Bild in der Tat gar nicht schlecht. Vor allem auf Foto 1 ist ein Lächeln vorhanden – das belegt, dass man es nicht mit einem Weltuntergangsanhänger zu tun hat.

2. Gegen Herrn Voigt lässt sich nichts vorbringen; er ist gut gekleidet. Außerdem hat er eine frische Gesichtsfarbe. Nur der Griff an den Gürtel hätte nicht sein müssen. Das ist ein Foto, um bei den Menschen Punkte zu sammeln und kein Schnappschuss auf der Herrentoilette. Wie gesagt, ansonsten ist vieles in Ordnung und vorbildlich. Aber wieso wirkt diese Vorbildwirkung nicht auf andere? Warum berät Voigt nicht die anderen? Warum gelingt es Voigt nicht, die anderen zu führen?

3. Etwa den Herrn mit dem Hund (Foto 2). Muss der Hund mit auf das Foto? Was soll er verdeutlichen? Gerade in Berlin gibt es ja Probleme um den Hund wie in keiner anderen Stadt. Was will man also aussagen?

Foto 2
Foto 2

Oder war es reiner Zufall? Darauf deutet hin, dass der Hund eher im Hintergrund und beiläufig auf dem Foto ist. Hier hätte man mehr draus machen können. Auch das Lächeln fehlt hier wieder. Ansonsten tadelloses Aussehen – großes Lob.

4. Ganz anders bei Herrn Uwe Meenen, dem Landesvorsitzenden in Berlin. Auf Foto 2 sieht man die ungeputzten, staubigen Schuhe. Würde ich Herrn Meenen so in mein Wohnzimmer lassen? Wohl kaum! Dann diese lederne Zwangsjacke! Wo ist die erhältlich? Oder ist das noch ein Sammlerstück aus den 80ern. Grässlich! Vom Lächeln will ich gar nicht erst reden. Diese Aufmachung, die Haltung und die Ausstrahlung sind maximal eine Schulnote “5″. Wieder alles in Schwarz! Unmöglich! Haben Landesvorsitzende das als Stilmittel gepachtet?

5. Ich will aber auch mal loben: Das weiße Hemd des jungen Herren gefällt mir sehr – deutlich sympathischer als Meenen in seiner Zwangsjacke. Nur als kleiner Tipp: Wenn das Hemd in die Hose gesteckt wird, gehört ein Gürtel in die Hose – unabhängig davon, ob man zum Halten der Hose einen Gürtel benötigt. Das weiße Hemd sollte ferner nochmal gebügelt werden. Gelächelt wird jedenfalls – das ist nochmals ausdrücklich zu loben!

Überhaupt schlagen die Berliner Fotos das aus NRW um Längen – allein schon wegen der Atmosphäre. Gerade das zweite Foto vereint merhere Wahrzeichen Berlins! Sehr schön! Großes Lob!

Grundsätzlich sei nochmals betont: Die hier geäußerte Kritik an Personen soll eine Debatte ins Rollen bringen, die die Partei und ihre Funktionäre dringend nötig haben. Diese Debatte kann nur von außen kommen und sie muss hart verlaufen, sonst zeigt sie keine Wirkung. Die angesprochenen Personen sollen die Kritk nicht allzu persönlich nehmen, da sie ja selbst meist nichts dafür können. Viele sind in ihrem Trott und in ihrer Routine gefangen, weil ihnen niemand sagt, was zu ändern wäre.

Der Partei fehlen kompetente PR-Experten. Obgleich natürlich ein bisschen mehr weibliche Intuition und Modebewusstschein schon nicht schaden würde. ;-) Insofern muss der Prozess an allen Ecken und Enden begonnen werden. Wir sollten das Volk abbilden und nicht nur bestimmte Zielgruppen. Fotos dürfen deshalb “nicht mal eben” beim Gassi-Gehen mit dem Hunde geschossen werden, sondern müssen professionell angegangen werden.

Einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung soll dieser, zugegeben etwas provokative, Beitrag leisten. Weitere Schritte der Erneuerung müssen sehr bald gegangen werden.

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Kommentare (87)

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  1. Journalistenkicker sagt:

    VoxPopuli jetzt erwarten wir aber auch von Dir ein Foto, wenn Du schon jede Kleinigkeit der NPDler auseinander nimmst! ;)

    • Die Charakteristik der Fotos ist schon in Ordnung, Journalistenkicker, aber Sie haben recht, jetzt einmal ein Bild von Vox populi.
      Aber ich glaube da können wir lange darauf warten.

      • Federschlag sagt:

        Wenn man weiß, wo man suchen muß, findet man.

      • tUsK sagt:

        Sind wir hier im Kindergarten?
        “Aber du!” quängeln, die arme beleidigt zusammenschlagen und den Bockigen mimen, Herr Voß? Das ist Ihre Antwort auf die Kritik?

        Das ist einfach unglaublich. Das müssen schlicht Intelligenzdefizite sein. Es kann nicht angehen, daß auf Kritik, von einem Parteimann, derartig sinnentleert reagiert wird. Warum sollte der Blogger von VoxPopuli sein Gesicht zeigen? Er lässt sich nicht vom Volk in Parlamente wählen, dort ist nicht sein Platz, verstehen Sie? Hören Sie also auf, sich aufzuführen wie ein eingeschnapptes Waschweib.

    • VoxPopuli sagt:

      Was würde nun ein Foto von mir bringen?

      Es würde doch nur eine Debatte auslösen nach dem Motto: “Aber Ihre Nase ist auch nicht die beste…”

      Es geht doch hier nicht um die einzelnen Personen als solche, sondern um eine Führungsdebatte

      Schon die Kader haben doch in Sachen “PR” wenig auf dem Kasten. Wie kann ich denn als Vorsitzender eine Garagenfassade als Hintergrund auswählen?

      Das ist doch, mit Verlaub, beinahe hirnrissig. Vor allem wenn es sonst immer um “Deutschland” geht.

      Es passen einfach Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammen. Das ist ein enormes Problem, weil es sich auch auf die Glaubwürdigkeit der Personen und Partei auswirkt.

      Solche Fotos sind für mich jedenfalls immer der beste Beweis dafür, dass die NPD eben nicht in der Traditionslinie der Nazis steht…. die waren nämlich PR-Experten; die ersten auf deutschem Boden, natürlich mit der urdeutschen Perfektion….

      • Deutsche sagt:

        Das Foto gleich zum Anfang, die Frau mit der roten Strähne,ist das nicht ein Bild von Dir? Sicherlich spielt das Aussehen eine wichtige Rolle, aber die Hauptsache ist doch, dass keine Bomberjacken, Springerstiefel, oder sonst für “Nazikleidung” getragen wird. Und die Kleidung usw. ist mit Sicherheit nicht der einzige Grund, warum die NPD-Berlin gescheitert ist.

        • VoxPopuli sagt:

          Du beliebst offenbar zu scherzen – das gefällt mir. Das zeigt auch sehr schön, dass man bei diesem Negativbeispiel oben noch nicht einmal mehr das Geschlecht genau vorhersagen kann: ich hielt dieses Wesen bisher für männlich…

          ICh stimme Dir ja völlig in der Hauptsache zu: Springerstiefel und anderer Müll wären ja auch der Super-GAU. Nun geht es aber um den Feinschliff.

          Und dass BErlin auch an vielem anderen gescheitert ist, will ich gar nicht in abrede stellen.

          was meinst Du? Woran ist Berlin noch gescheitert?

          • Deutsche sagt:

            Diese Frage meinst Du nicht ernst, oder? Die üble Medienhetze, die Atomkatastrophe in Japan, das Massaker in Norwegen, die die Deutschen Medien als “Rechtsextrem” darstellt. Hinzu kommt noch, dass BBR den Wahlwerbespot der NPD nicht gezeigt haben! Natürlich war auch “Gas geben”, 8,80€ (“88″) Mindestlohn falsch.

  2. steinthor sagt:

    absolut korrekte Sichtweise…..leider

    Da wo solche Bilder auftauchen kann man sich sicher sein keinen Erfolg zu haben. Der optische Eindruck ist ein gar nicht hoch genug einzuschätzender teils unterbewusster Entscheidungsfaktor des Menschen für oder gegen etwas, mehr noch, er ist sogar meist entscheidender als jeglicher Text.

    Einem eventuell neuem Team unter Apfel traue ich da wesentlich mehr zu als dem alten unter Voigt, das die Wichtigkeit dieser psychologischen Bereiche absolut verkennt.

  3. sunny sagt:

    Auch wenn einige diese angeblichen “Nebensächlichkeiten” belächeln werden. VoxPopuli spricht einen ganz wichtigen Punkt an! Entweder will man erfolgreich sein oder man macht es sich in der “Regionalliga” weiter gemütlich.

    Bezüglich der Bilder:
    VoxPopuli ist fast ausschließlich bei dem Erscheinungsbild der Personen geblieben. Seine Argumente finde ich schlüssig. Aus fotographischer Sicht gäbe es noch einiges mehr anzumerken.

    -Köpfe niemals in die Mitte eines Fotos platzieren, sondern im obern Drittel. (Der Hintergrund kann nicht wichtiger als die Personen sein)

    -Füße nicht abschneiden

    -Andere Personen im Hintergrund sollten nicht erscheinen (rote sitzende Person im auf Bild 3 hätte man auch wunderbar “abschneiden” oder “wegretuschieren” können.

    -Objektiveinstellung mit Tiefenunschärfe verwenden. (Spiegelreflexkamera) So sehen Personenfotos wesentlich professioneller aus.

    -Mein Tipp: Bei Gruppenfotos die Menschen NICHT wie Schießbudenfiguren nebeneinander aufstellen. Besser in Aktion (auch gestellt) oder im Gespräch miteinander fotografieren. Dies ist zwar schwierig, aber solche Fotos wirken wesentlich interessanter und spannender.

    Aber ich sollte hier keine Tipps geben. Nicht zu unrecht gibt es eine ganze Innung die sich mit so was beschäftigt! Grade bei Bundes- und wichtigen Landtagswahlen sollten diese Aufgaben Leute übernehmen, die was von der Materie verstehen.

    • VoxPopuli sagt:

      Sunny,
      obwohl Du Dich offenbar nicht professionell mit so etwas auskennst, kann man mit ein bisschen Nachdenken ganz schnell eine Optimierung herbeiführen.

      Es geht ja hier beleibe nicht um “Nebensächlichkeiten”. Es muss ja in Anbetracht der Zustände irgendwann ein Endziel geben. Und das erreicht man eben nur professionell.

      Voigt und Meenen sind doch seit Jahren im politischen Geschäft. Wenn man nicht erfolgreich ist, dann muss man eben erneuern. Das wurde mal wieder verpasst. Diese Fotos wurden “einfach mal so” gemacht.

  4. Siepenpad sagt:

    Einige angesprochenen Dinge haben vielleicht eine gewisse Berechtigung. Allerdings ist im Kommentar leider auch eine Menge Schwachsinn enthalten. Beispielsweise sind die drei “etwas beleibteren” Herren alles andere als kinderarm. Einer der Abgelichteten ist vierfacher Familienvater. Der Herr mit der nicht ganz so “korrekt” ausgerichteten Krawatte und den etwas “verbissenen Gesichtsausdruck” hatte sich trotz seines angegriffenen Gesundheitszustandes (grippaler Infekt) ablichten lassen und war daher ein wenig unphotogen. Zugegebenen: Der Bildhintergrund hätte ein besserer sein können. Allerdings war im Umfeld der Tagungsstätte keine wirkliche Alternative vorhanden. Konstruktive Kritik ist sicherlich wichtig und richtig. Jedoch wird im Kommentar phasenweise die Grenze zur Herabwürdigung bestimmter Personen überschritten. Ansonsten war ich mit den meisten Kommentaren des Autors bisher weitgehend einverstanden. Aber dieser Kommentar findet ausdrücklich nicht meine Zustimmung.

    • westphal sagt:

      Tut mir leid, aber das ist doch alles sinnfreies Geschwuchtel, wie es von jeder durchschnittlichen Bundesmutti kommen könnte, die für all und jedes eine Entschuldigung auf dieser Welt findet, vor allem für ihre eigenen Unzulänglichkeiten:

      wenn ich beispielsweise einen “grippalen Infekt habe” (was für ein gesteltztes Geschwase), dann reiße ich mich entweder zusammen oder bleibe außen vor!

      Vox populi hat völlig recht, das Foto ist von einer spießigen Unprofessionalität, daß einem die Augen tränen – die Überschrift hätte auch heißen können:

      “Familie Knickfuß-Klotzkuchen trifft sich zum 43. Geburtstag von Tante Gudrun in der Einfamilienhaus-Stadtrandwüste”.

      Notabene: Wenn es lediglich ein persönliches Erinnerungsknipserchen sein soll, ist jede Kritik untersagt, aber wenn es Außenwirkung haben soll, dann ist an Schauerlichkeit nicht zu überbieten.

      Und ich merke zum wiederholten Mal an, daß man kein Zeichen von Klugheit zeigt, wenn man nicht vom Gegner oder wem auch immer lernt:
      besonders im Kommunalwahlkampf, aber auch sonst, sind die Werbeplakate vor allem der Grünen und der SPD von einer Zugkraft und Professionalität, daß einem beim Hinschauen vor, ich nenne es mal, wütender Anerkennung, fast die Augen tränen.

      Wenn man dann so blind und vielleicht sogar selbstgefällig ist, daß man glaubt, daß ein paar irgendwie in die Landschaft gestellte “ehrliche Häute” den Mond vom Himmel holen, dann möchte man wirklich lieber blind werden.

    • VoxPopuli sagt:

      Mit Verlaub, lieber Siepenpad, aber ich ging bisher davon aus, dass Frauen kruzzeitig beleibt sind, wenn sie Kinder bekommen – aber keinesfalls die Männer!

      Die werden in einer solchen Phase eher dünner, weil sie mehr im Haushalt übernehmen müssen ;-)

      Also: Kinderreichtum ist schön und zu begrüßen, aber keine Entschuldigung, seinen Körper zu missachten!

      Ebensowenig ist ein “grippaler Infekt” eine Entschuldigung, auf einem Foto für die Zeit von weniger als einer Sekunde kein Lächeln zeigen zu können.

      Und wenn so ein Foto eben nicht perfekt ist, dann muss es x-mal gemacht werden, BIS ES PASST!

      Das ist die Professionalität, die nötig ist.

      Und wenn im Umfeld der Tagungsstätte eben noch nicht mal ein Wald oder Park ist (eher unwahrscheinlich), dann muss man eben woanders hinfahren oder sich zu einem Foto direkt woanders treffen!

      Es ist doch so: das Foto ist hundertmal wichtiger als die ganzen Sachbeschlüsse, die während der Tagung getroffen wurden. Kurzum: Die Beschlüsse waren “für den Arsch”, wenn am Ende so ein Foto ins Netz gestellt wird

  5. Havelfront sagt:

    Ich finde diese Debatte mehr als Überfällig! Ich komme aus einer Kleinunternehmer Familie und kann mich gut daran erinnern als ich die ersten male bei Parteiveranstaltungen war, ob nun DLVH,REP,DVU oder NPD- es waren verqualmte Hinterzimmer und Typen (zum Teil) mit schmuddeligen Image, so in etwa weißes Hemd dreckiger Kragen! Das änderte sich erst ab etwa 2000 ein wenig, heute sieht es schon etwas besser aus aber wie heißt es so schön-Kleider machen Leute! Da ist was dran. Das wir uns überhaupt über das Thema unterhalten müssen ,liegt daran das viele von den nationalen Politikern aus einfachsten Verhältnissen kommen (was auch gut ist um das Ohr am Bürger zu haben)
    und bislang etwas andere Bekleidung trugen. Wenn es nicht drin steckt ist es ebend schwer es “anzuerziehen”!
    Gute Gegenbeispiele sind immer wieder da, zum Beispiel der noch NPD Vorsitzende Voigt, immer sehr gut gekleidet (ebend selbstständig) oder unser Frank Franz auf welchen das selbe passt, könnten als Vater und Sohn durchgehen.
    Es sind noch zu wenige Lichtgestalten in unseren Reihen aber ich bin mir sicher es wird schon weiter wachsen.KLEIDER MACHEN LEUTE!!!

    • VoxPopuli sagt:

      Kleider sind vor allem in einer schnellen Zeit wichtiger als Tausend Beschlüsse.

      Die PR macht es. Und wenn man die, wie westphal schrieb, eben nicht bei der SPD oder den grünen abschauen möchte, dann sollte man das eben bei der FPÖ oder der SVP und allen anderen erfolgreichen (!) Parteien im Ausland machen.

      SO schwer ist das nicht.

      Außerdem sage ich nichts gegen “einfache Verhältnisse” – wir brauchen ausdrücklich das GANZE Volk!

      Wenn man eben aus einfachen Verhältnissen nicht in einen Anzug passt, dann genügt ja auch ein normaler Pullover oder ein Hemd mit Jeans oder auch die “Berufsuniform”, wenn sie sauber ist.

      Es muss auch die Haltung und die Mimik stimmen. Und darauf muss auch der Vorsitzende achten!

      Wenn eben noch nicht alles passt, dann muss das Foto eben x-mal gemacht werden.

      Da fällt mir noch ein: Zu dem Einwand, dass der Herr links eine Grippe hatte, kann man auch sagen, dass ja irgendwer das Foto gemacht haben muss. Warum haben beide nicht getauscht? Aber lassen wir das – all das sind keine ausflüchte für solche Fotos.

  6. Universum sagt:

    Auch wenn diese Fotos sicher nicht die Alleinschuld am Scheitern der NPD haben, haben solche “Kleinigkeiten” in der Summe wohl schon einen nicht unerheblichen Einfluss. Von daher finde ich VoxPopulis Kritik richtig und stimme ihr im Großen und Ganzen auch zu.

    Dass auf dem ersten Bild auch ein paar “beleibtere” Kandidaten sind, würde ich aber nicht soo schlimm finden (immerhin wiegen sie ja wohl kaum 150 kg). Die geben der NPD irgendwie auch eine menschlichere Note. Wenn man sich auf der Straße umschaut, ist Übergewicht ja (leider) allgegenwärtig. Wenn nun von 20 Kandidaten auf so einem Gruppenfoto ausnahmslos alle einen perfekten Körper hätten, könnte das wiederum gestellt und unglaubwürdig wirken – und würde schon mal keinen realistischen Schnitt durch die Gesellschaft darstellen, den eine Volkspartei doch eigentlich verkörpern will.

    • VoxPopuli sagt:

      Sicher ist Übergewicht ein Problem.

      Man kann den leuten aber nicht erzählen, dass man ihre Nöte kennt (Hunger, zur Tafel gehen, Armut, Unterdrückung etc.), wenn man aussieht wie ein Lokalfürst im Mittelalter.

      Ich sage ja auch nichts gegen ein bisschen “Bauchansatz” – aber es passt eben nicht, wenn man ständig von “Kämpfern” für Deutschland redet und dabei eben jenes nicht VERKÖRPERT!

      Der Führer hat bspw. nie eine Aufnahme von sich zugelassen, auf der er die Hände in den Hosentaschen hatte, weil er diesen lässigen Eindruck, gerade im Krieg, nicht verbreiten wollte.

      Auf solche KLEINIGKEITEN muss man eben achten!

  7. Reichsbürger sagt:

    Der Eingangskommentar leuchtet schon ein.Ich frage mich aber warum die anderen Parteien Erfolg haben obwohl deren Vertreter meistens unsymphatisch,fett und hässlich daherkommen. Künast ,Roth,Merkel,Marzipanferkel Steinmeyer,Gabriel und wie sie noch alle heißen.Ich denke wenn es wirklich um Demokratie gehen würde könnte ich verstehen das man sich ins Zeug legt.Doch die NPD wird man immer verabscheuen,betrügen und mit allen Mitteln versuchen zu verhindern.

    • westphal sagt:

      Du fragst Dich ernsthaft, weshalb andere Parteien Erfolg haben, obwohl sie Hackfressen und optisches Gelichter an der Spitze haben?
      Aber lieber Reichsführer, das ist doch so einfach:

      1.) Dürfen Linke, egal welcher Couleur, aussehen, rumlaufen und alles tun, was sie wollen, vom Rauschgiftnehmen bis an kleinen Kindern rumspielen, weil sie gesinnungsmäßig auf der richtigen Seite sind (zumindest nach ihrem Selbstverständnis und dem ihrer Wähler), da zählt nur die Absicht.
      Die wirklich Anständigen (laßt uns hoffen, daß dem so ist) müssen immer mit gutem, p e r s ö n l i c h e n Beispiel vorangehen.
      Stell Dir mal vor, es käme z.B. heraus, daß Thilo Sarrazin mal mit 12 beim Ladendiebstahl erwischt worden wäre, verstehst Du, was ich meine?

      2.) Zum zweiten, horribile dictu, finden deren Anhänger es oberaffengeil, gerade daß die so häßlich, skurpellos und verkommen sind, weil sie sich in ihnen spiegeln können. Diese Lemuren und Brettgesichter sind das Spiegelbild ihrer Wähler, die werden doch dem Fischer-Joschy ein paar Molotov-Cocktails nachsehen und der Maggie Käßmann, daß sie besoffen Auto fährt; schließlich wollen Sarah und Oliver anschließend auch die Treppe hochfallen, wenn sie Mist gebaut haben.

    • VoxPopuli sagt:

      Nana, da machst Du Dir es aber auch einfach!

      Die anderen werden eben nur besser IN SZENE GESETZT.

      Ich habe ja auch nie behauptet, dass die anderen soviel besser sind. Ganz im Gegenteil: wir haben letztens noch die Studie gehört, dass linke Politiker meist schlechter aussehen als rechte.

      Gerade deshalb sollten wir diese Karte besser ausspielen!

      • westphal sagt:

        Meine liebe Stimme des Volkes,
        noch nie hat mich eine Antwort mehr verblüfft als die Deine:

        Bitte teil mir umgehend mit, wo ich es mir einfach ?! mache.

        Sonst kann ich heute nicht schlafen und morgen erst recht nicht und übermorgen bin ich so im Delirium, daß ich einen Asylantrag in Ulan Bator stelle und das willst du doch nicht verantworten???

        • VoxPopuli sagt:

          Lieber westphal,

          obgleich ich Dein Synonym nicht bei jedem Kommentar verunglimpfe, teile ich Dir kurz mit, dass sich mein Kommentar nicht auf Dich, sondern auf Reichsbürgers Satz: “Ich frage mich aber warum die anderen Parteien Erfolg haben obwohl deren Vertreter meistens unsymphatisch,fett und hässlich daherkommen.” bezog.

          Hoffe nun, Deinen asylantrag verhindert zu haben ;-)

    • Havelfront sagt:

      @Reichsbürger:Marzipanferkel hat mir gefallen und ist gemerkt (-;

  8. Richtig sagt:

    Die Kritik ist berechtigt. Die Fotos sind einfach sehr unprofessionell (wie Urlaubsfotos). Dennoch muß man im Großen und Ganzen sagen, daß es an gutem Willen nicht gefehlt hat.

    Natürlich sind nicht diese Fotos alleine der Grund für den Mißerfolg der NPD. Natürlich muß auch die Kritik angemessen sein.
    Wär hier nur irgendein Kreisverband abgelichtet, dann könnte man einige Fehler übersehen und verzeihen. Da es aber um die Mannschaft geht, die zur Landtagswahl antritt, sollte man sich besser vorbereiten und kann nicht einfach mal nebenbei ein Foto machen.
    Ich möchte mich aber mit Tipps zurückhalten, da ich selbst nur ein Amateur bin.
    Aber es geht ja auch einfach um die Frage des guten Geschmacks – da muß man kein Profi sein. Und bei der Wahl der Kleidung geht es auch immer darum, der Situation angemessen gekleidet zu sein.
    Meenen – immerhin Landesvorsitzender Berlins (Hauptstadt)- hat natürlich besondere Kritik verdient. Bei seiner Position muß er erst recht einen gewissen Stil – bei solchen Werbefotos – pflegen.
    (Da hat man ein Hemd an und trägt eine Krawatte. Und das Hemd ist natürlich in der Hose.)
    Und ich bin wirklich überhaupt nicht modebewußt. Es geht einfach um die Frage des guten Geschmacks und der Angemessenheit der Kleidung (situationsabhängig).

    • VoxPopuli sagt:

      “Aber es geht ja auch einfach um die Frage des guten Geschmacks – da muß man kein Profi sein.”

      EBEN!!

      Genau das meine ich. JEDER, gerade aber einer, der ajhrelang im politischen geschäft ist, würde sich nicht mit einer solchen Zwangsjacke ablichten lassen.

      Und Voigt hätte eben auch mehr FÜHRUNG beweisen müssen. Das tat er offenbar nicht. Das Gleiche gilt für Cremer – aber der geht ja zu einem Fototermin auch wie ein Leichenbestatter; dumm nur, dass er die Partei damit begräbt.

  9. Reinhardt sagt:

    “gemischtes Bild wäre sicher nicht schlecht! Vielleicht mal so: Eine Rentnerin, ein Handwerker, ein “Anzugträger”, ein Jugendlicher und meinetwegen auch mal ein Hartz4-Empfänger ”

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/21/VillagePeople1978.jpg/800px-

  10. sunny sagt:

    Ein Vergleich der vielleicht etwas hinkt aber dennoch die Tragweite eines transportierten „Images“ verdeutlicht.

    Wer sich mit Computern auskennt weiß, dass z.B. Apple Computer oder mp3 Player von dieser Firma nicht so viel besser sind, dass sie teilweise einen doppelt so hohen Preis im Vergleich zu gleich guten Produkten rechtfertigen würden.

    Das Erscheinungsbild und das Auftreten ist sehr wichtig.
    Steve Jobs war eben kein reiner Computerbastler, sondern auch dem Design sehr hingewandt.

    Die reinen Politfreaks sollten ebenfalls ihren Horizont etwas erweitern :-)
    Zuse Z1 Computern sind mitlerweile unverkäuflich Herr Meenen! ;-)

    • VoxPopuli sagt:

      GOLDRICHTIG!!!

      Wenn man der FPÖ beitritt und dort mitmacht, dann ist das auch “Lifestyle” – warum schafft das die NPD nicht?!

      Gut, wenn man sich den HErrn Meenen anschaut, dann ist eben “Lifestyle” nicht zu finden…

      Es genügt eben nicht die “reine Wahrheit”, sondern die Verpackung muss auch stimmen.

  11. hutlos sagt:

    kleider machen leute, heißt es im volksmund. aber einem rechten muß man das erst erklären.

    ich denke aber trotzdem, daß die obigen bilder keine negative wirkung hatten. erstens, weil sie kein mensch gesehen hat und zweitens, weil jeder schon ein bild von der npd hat. die npd ist eine marke. der traum jedes marketingchefs. firmen geben dafür milliarden aus. marke heißt: beim wort npd werden beim wähler sofort bestimmte gedanken und gefühle ausgelöst.

    leider sind die bei der marke npd negativ. der alptraum jedes marketingchefs. ich denke, daß beim wort npd beim durchschnittsmenschen sofort die rolladen runtergehen.

    da steckt jahrzehntelange arbeit in dieser marke, einmal von seiten des systems aus und andererseits von den rechten selbst, denn eines ist doch auch klar: der ruf der rechten als dumpf, primitiv, unfähig und rückwärtsgewandt ist zumindest zum teil gerechtfertigt.

    es muß eine rundumerneuerung her.

    neues programm,
    neue strukturen,
    neue strategien,
    qualitätsbewußtsein in allen bereichen,

    und dann neue marke:

    neue farben,
    neuer name, die dies nach außen umsetzen.

    solange das nicht umgesetzt ist, wird man immer wieder gegen eine wand laufen.

    • Böser Gutmensch sagt:

      @hutlos

      Alles richtig, was Du da sagst. Das Problem wird der Name sein. Wenn der Name geändert wird, gibt es mit Sicherheit eine Spaltung. Das erinnert mich übrigens an die Katholische Kirche. Wenn die das Frauenordinariat einführen und den Zölibat abschaffen, dann gibts auch dort eine Spaltung.

      Das Dilemma: Ein “Weiter so!” geht in beiden Fällen nicht, eine grundlegende Reform wird zur Spaltung und zur relativen (KK) bis absoluten (NPD) Bedeutungslosigkeit führen.

      Eine “Rundumerneuerung” hätte übrigens nur dann einen Sinn, wenn in der Durchführung derselben in der ganzen rechten Szene die Abgrenzeritis ad acta gelegt werden würde.

      Nur wenn es zu einer revolutionären Situation (plus Massenelend) kommen sollte, was ich freilich in absehbarer Zeit für sehr unwahrscheinlich halte, dann könnte der “verbrannte Name” NPD plötzlich ein Riesenvorteil sein. Aber daruf zu warten erinnert mich eher an das “Warten auf Godot” als an eine realpolitische Alternative.

      • westphal sagt:

        Der SED hat die zweifache Namensänderung auch nicht geschadet, oder?
        Außerdem dümpelt die NPD seit 30 Jahren; da kann eine neue Rundumstrategie, wie sie “Hutlos” vorschlägt (und es der Autor dieser Zeilen seit Monaten predigt)

        a) nur Gutes bringen

        b) zumindest nicht schaden (schlechter kann es nicht werden).

        Insofern, jetzt endlich mal ran, bevor keine Deutschen mehr da sind, die man damit beeindrucken könnte ;O).

        • Böser Gutmensch sagt:

          @westphal

          Da kommen jetzt die Medien ins Spiel. Bei einer neuen Rechtspartei würden die Medien jedesmal und gebetsmühlenartig verkünden:

          “Die XX-Partei, Nachfolgeorganisation der neonazistischen NPD, PRO etc…”

          Bei der Linkspartei wird in den Medien dagegen NIE auf deren Ursprung hingewiesen. Kein Medium sagt also:

          “Die Linkspartei, die Nachfolgeorganisation der stalinistischen SED..”

          DAS ist das Problem. Eine Namensänderung bringt nichts außer zusätzlich Streit.

          Die ANDEREN Punkte, die “hutlos” ansprach, sollten und könnten dagegen umgesetzt werden. Ihre Umsetzung wiederum würde bedeuten, dass eine Kriminalisierung von rechten Dissidenten in der BRD nicht mehr ganz so schwierig wird.

          Dass das funktionieren kann, zeigen die Beiträge der NPD-Abgeordneten Gansel, Storr und Schimmer in Sachsen oder Andrejewski in MV. Leute, die deren Beiträge einmal gesehen haben, es sind nicht viele, aber immerhin, die glauben einfach nicht, dass das Bild vom dumgesoffenen, glatzköpfigen Nazischläger stimmt. Selbst in rechtskonservativen Kreisen zeigt das Wirkung:

          http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5ec9d881ded.0.html?PHPSESSID=f9e0ce76b76ffd465a48e66d9f0ac90d

          • Böser Gutmensch sagt:

            Sinnentstellender Fehler meinerseits:

            Statt “dass eine Kriminalisierung von rechten Dissidenten in der BRD nicht mehr ganz so schwierig wird”
            muss es natürlich heißen: “dass eine Kriminalisierung von rechten Dissidenten in der BRD nicht mehr ganz so LEICHT wird”

          • VoxPopuli sagt:

            @ Böser Gutmensch (damit auch westphal bemerkt, auf welche Sätze sich meine Kommenatre beziehen ;-)

            Die Macht der Medien ist genau richtig beschrieben. sie werden alles niedertreten, was auch nur den Anschein von “rechts” macht.

            Eine neue EBwegung nimmt außerdem am Anfang alles, was sie kriegen kann. Da kann der VS schnell seine Leute unterbringen, die zur rechten Zeit für den skandal sorgen.

            Nochmal neu anzufangen, erlaubt die Zeit auch nicht; eindringlicher Kommentar hier:

            http://voxpopuliblog.wordpress.com/2011/09/27/unternehmensfunktionare-enteignen/#comment-3341

      • VoxPopuli sagt:

        Naja, selbst in solchen ZEiten wählt man keine wohlgenährten vertreter oder den kaffeeklatsch von nebenan ….

    • Richtig sagt:

      Die Analyse ist absolut richtig, jedoch das Programm muß nicht rundum erneuert werden.
      Eine Rundumerneuerung wäre notwendig, die Umsetzung ist das Problem.
      Sowas geht nur in kleinen Schritten und kostet Zeit.
      Und muß vor allem auch gut vorbereitet werden. (planmäßig)
      In Wahlzeiten ist eine Partei mit anderen Dingen beschäftigt.
      Und Wahlen sind – fast – ständig.
      Die nächsten Wahlen bei denen die NPD gute Chancen hat, finden allerdings erst im Jahre 2014 statt. (drei Ostbundeslände/Saarland)
      Es bleiben also zwei Jahre, um diese Änderung vorzunehmen.

    • VoxPopuli sagt:

      “der ruf der rechten als dumpf, primitiv, unfähig und rückwärtsgewandt ist zumindest zum teil gerechtfertigt.”

      Dieses Bild kann man aber sehr schnell brechen. Die Neuorientierung der Marke kann ganz schnell gelingen, siehe eben bei den Herren Apfel, Pastörs oder auch Franz.

      Wenn doe Leute solche Vertreter der NPD sehen, dann zerbricht das Bild, das das System geschaffen hat sofort und die werden plötzlich neugierig.

      Vor allem, weil immer mehr Menschen ohnehin davon ausgehen, von den Oberen verarscht zu werden…

  12. westphal sagt:

    Apropos (weil in der Überschrift auch etwas von Sprache steht), es müßte heißen :

    …”warum Berlin gescheitert ist”, denn es besteht immer noch ein Gegenwartsbezug, also Perfekt, statt Imperfekt.

    • VoxPopuli sagt:

      Lieber westphal,

      da haben wir wieder das Dilemma zwischen “reiner Wahrheit” und Marketing.

      Ich hatte anfangs eine andere Überschrift, die der Grammatik entsprach. Sie passte aber nicht auf die Startseite.

      Also wurde eben diese Überschrift genommen. Und Du siehst: Bis auf Deine Person nimmt daran niemand Anstoß ;-)

      • westphal sagt:

        Liebe Volkesstimme,
        konnte ja nicht ahnen, daß ein Sachzwang dahinter steckte, insofern bitte ich 88 x um Vergebung (damit die Linken wieder was zum Aufstöhnen haben).
        Aber gerade in diesen verschwurbelten Zeiten wird man beim Lesen immer Nervöser, weil Internet, Presse, Werbung, Schulbücher ständig gegen den braven Konfuzius verstoßen.

        Versprech aber reumütig mich bei deinen Texten künftig mit starkem Selbstbehalt zu äußern.

        (Oder ich suche mir einen neuen Namen, z.B. Vox Bovi !)

  13. gast sagt:

    “Während die Damen wenigstens etwas Frische in das Bild bringen [...].”

    Das ist fein beobachtet. Es fehlt der NPD an Damen.

    Und es fehlt auch an Vorbildern. Die Kandidaten müssen einen Vorbildcharakter ausstrahlen – innerlich und äußerlich.

    • westphal sagt:

      Wobei mir dazu das Werbephoto der NPD – Sachsen-Anhalt einfällt:
      neben Matthias Heyder waren da noch drei junge Burschen drauf sowie eine ältere Tante aus dem gefühlten Plattenbaumilieu mit einem Gesicht so voller Ressentiments gegen alle, die einen Euro mehr im Portemonnaie haben als sie, daß man da nur mit verbundenen Augen hätte wählen gehen können.
      Da ist das Mädel auf dem Berlinfoto einfach erfrischend normal.

      Kleiner Gedankensprung:
      wie wäre es mal mit der Werbeparole “wir mögen Ausländer – solange sie aus dem abendländischen Kulturkreis kommen” und dazu ein Foto mit jungen z.B. Russen, Italienern, Holländern, Spaniern, die auf lustige, sympathische Weise als solche gekennzeichnet sind.


      Die Außendarstellung der NPD müßte sich dringend, sehr schnell ändern; da ist ein harter Kern von vielleicht 1-2 % an Wählern (wenn wir von der Sächsischen Schweiz absehen, wo man seine Hausaufgaben anscheinend besser gemacht hat), der Rest ist abgeschreckt ohne Ende und dann kommen solche Sprüche wie die der Lehrerin in der fränkischen Grundschule, als die Kinder in der zweiten Klasse Parteien aufzählen sollten.
      Als meine Tochter bemerkte, daß die NPD noch fehle, reagierte die Jung-Pädagogin ausgeprochen gereizt und schrie:
      “Die brauchen wir nicht, die wollen doch nur, daß alle Ausländer Deutschland verlassen.”
      Im Hinterkopf des Dummchens wabert dabei sicher so eine vage Vorstellung, daß alle Dönerbuden und Pizzerien schließen, was für sie eine Art kultureller Supergau wäre, aber so ist es eben.

      • VoxPopuli sagt:

        Lieber westphal,

        die Fotos aus Sachsen-Anhalt waren deutlich besser als die hier gezeigten! Und die ältere Dame hat dem Foto sogar einen gewissen Charme gegeben. Da konnte man wirklich nichts sagen. auch ein “Gesicht voller Ressentiments” konnte ich nicht erkennen.

        Der Gedankensprung gefällt mir indes gut!

        Das würde ja auch nur die Realität in der NPD selbst abbilden. Da könnte man auch viel mehr machen. Auch, um wie oben beschrieben, das Zerrbild des Bürgers zu brechen.

        Würde er europäische Ausländer in der NPD sehen, wäre er doch völlig verwirrt und müsste sich besser informieren.

        Mit dieser Thematik kann man eben gut “spielen” – auf eine lockere und lächelnde Art. Holger Apfel selbst hat es ja schon gesagt: man kann die Etablieten so leicht reizen – da muss es eben nicht immer das Adolf-Kreuzworträtsel sein ;-)

        • westphal sagt:

          Mein lieber Vox AC-30 (kennst Du den noch ?),

          wir tragen natürlich alle unsere Bilder und Assoziationen im Hinterkopf mit uns herum und was dem einen wilde Schauer den Rücken rauf und runterjagt, nun denn, das mag dem nächsten ein Freudenjodeln entlocken.
          Solange man sich in der Sache einig ist, daß man gemeinsam etwas bewegen möchte, kann man über alles reden, meine persönlichen Abneigungen und Vorlieben spielen dann auch keine wichtige Rolle, zumal die Bilder aus Sachsen-Anhalt zumindest so waren, wie wir uns das bei diesem Thema wünschen:

          Professionell.

          • VoxPopuli sagt:

            Aber lieber westphal, wir sind doch EIN volk, oder? es ist doch mehr als schädlich, 21 Jahre nach der Teilwiedervereinigung derartige vorbehalte gegen Mitteldeutsche auszukramen, oder

      • Lohengrin sagt:

        Kleine Verbesserung zu Gedankenspiel:

        Persönlich würde ich den Satz anders gestalten, weil der Satz einfach zu lang ist. Aber sonst ist die Idee sehr gut, da es mit abendländischen Völker (meine Erfahrung) kaum bis keine Probleme gab bzw gibt.

        Vielleicht eine Französin mit Baskenmütze und einer Niederländerin im Tante Antje- (Achtung undeutsch!) Look.

        • VoxPopuli sagt:

          Lieber Lohengrin,

          den Gedanken sollten wir aufgreifen. es gibt tatsächlich kaum Probleme mit europäischen Brüdern und Schwestern. Und auch in der NPd finden sich manche davon. Diese sollten mehr in den Vordergrund gestellt werden.

          Überhaupt hat ja niemand etwas gegen den Spanier oder Schweizer von nebenan. Dieser (!) Chauvinismus ist nun wirklich nicht mehr mehrheitsfähig und wird auch m.W. von keinem vernünftigen NPD´ler mehr vertreten.

          • westphal sagt:

            Mein lieber Vox-P.,
            Deine Assoziationen sind aber auch nicht von Pappe:
            wie kommst Du denn auf die Idee, daß ich Vorbehalte gegen Mitteldeutsche hätte? Mit Matthias Heyder habe ich einst gemeinsam im Flugzeug gesessen und hätte mich liebend gern in Naumburg/Saale niedergelassen, allein, es kam etwas dazwischen.
            Man könnte höchstens sagen, daß es überall menschelt (milde ausgedrückt) und meine Vorbehalte und Zustimmungen mache ich ländergrenzenunabhängig fest.
            Sonst bewegt man sich auf dem Niveau der Leute, die bei einem Fahrzeug mit HH oder DD über die Hamburger oder die Dresdner herziehen und dabei handelt es sich um ein Firmenfahrzeug und drinnen sitzt jemand aus Rostock oder Kulmbach.

          • VoxPopuli sagt:

            Lieber westphal,

            diesen Eindruck gewann ich bei diesem Satz:

            “neben Matthias Heyder waren da noch drei junge Burschen drauf sowie eine ältere Tante aus dem gefühlten Plattenbaumilieu mit einem Gesicht so voller Ressentiments gegen alle, die einen Euro mehr im Portemonnaie haben als sie”

    • VoxPopuli sagt:

      Lieber gast,

      auch das wurde bereits von mir “bearbeitet”:

      http://voxpopuliblog.wordpress.com/2011/04/11/eine-starke-saeule-die-frauen/

      Du siehst, es liegt im Prinzip an geistigem Material viel vor (ich verweise an dieser Stelle auch auf: http://metapolitika.wordpress.com/ ) – es muss nur noch umgesetzt werden.

  14. Wolfgang sagt:

    Habe mal dieses Thema von oben bis unten durchgearbeitet. Vieles ist wahr und manches ueberzeichnet. Die Frage die ich mir schon laenger stelle, ist, ob solche Wahlplakate ueberhaupt einen messbaren Effekt haben. Wenn ja, dann muessen wir unseren Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen und vom orthodoxen Nationalismus mal etwas abruecken und auch Leute einbinden , die seit langer Zeit in Deutschland leben und die Staatsangehoerigkeit besitzen und Deutschland als ihren Lebensmittelpunkt betrachten. Dazu kann selbstverstaendlich auch ein Rollstuhlbenuetzer gehoeren.Dann verblasst vieles was uns staendig angehaengt wird!

    • westphal sagt:

      “… ob solche Wahlplakate überhaupt einen meßbaren Effekt haben.”

      Es wird kaum jemand irgendwo anrufen und verkünden, daß er die Partei XY wählt, weil er deren Plakat toll fand, aber wir leben in einer visuellen Welt und wenn mir (aber vielleicht bin ich nicht repräsentativ die Plakate von SPD, Grün und Linke aus Marketingsicht zusagen – nicht inhaltlich, versteht sich – dann werden sie mit Sicherheit deren Zielgruppe ansprechen.

      Die NPD – Plakate sind an Eintönigkeit kaum zu übertreffen, sie signalisieren eigentlich nur eines:

      es gibt uns (immerhinque).

  15. Kaiser Franz sagt:

    Wenn es so einfach wäre, dann müsste Frank Franz in Saarbrücken (im Saarland) ja ein Riesenergebnis erzielen. Schaun mer mal.

    • VoxPopuli sagt:

      Wo habe ich geschrieben, dass allein gute Fotos reichen?

      Natürlich müssen noch ein gutes Programm, anständige Rhetorik, die richige Haltung und Mimik (siehe zu allem den Verhaltenskodex auf voxpopuliblog.wordpress.com) hinzukommen.

      Aber das beste Programm nützt nicht, wenn man miese Fotos macht und dadurch auch die Glaubwürdigkeit zerstört ist!

      • Kaiser Franz sagt:

        Wie erklärst Du Dir denn die Erfolge von Lutz Battke?, oder die (Anfangs)erfolge der Grünen und der Piraten odwohl sie beleibe nicht dem enstpechen, was Du forderst?

        • westphal sagt:

          Wer zur rechten Zeit am rechten Ort ist, wie seinerzeit die Grünen, der braucht keine Hochglanzphotos – aber geschadet haben sie auch noch niemandem.

  16. Kaiser Franz sagt:

    Hat sich der gute Vox mal die ersten Parteiauftritte der Grünen oder der Piraten angeschaut? Wie erklärt er sich denn deren Erfolg trotz dieser “Negativbeispiele”? Könnte es sein, dass dies gar nichts mit Äußerlichkeiten zu tun hatte?

    Wie erklärt sich denn der gute Vox die Erfolge des Herrn Lutz Battke in Sachsen-Anhalt, obwohl man diesen nach ihm auch als “Negativbeispiel” bringen könnte?

    Könnte es sein, dass dies gar nichts mit Äußerlichkeiten zu tun hatte?

    • VoxPopuli sagt:

      Lutz Battke sollte in der Tat seinen altertümlichen Rotzfänger verlängern oder besser ganz vernichten.

      Und die Grünen wurden auch jetzt erst richtig erfolgreich, nachdem sie ihr Bürgerschreck-”Image” abgelegt hatten.

      Ich sehe hier also keinen widerspruch.

  17. Lodin sagt:

    Die vorgebrachte Kritik ist sicher nicht unbegründet, wenn sie auch punktuell für meinen geschmack ein wenig überzogen ist. Das Auftreten unserer Funktionsträger wirkt oftmals alles andere als professionell. Der Hauptgrund dürfte der sein, daß sie in aller Regel auch eben keine “Profis” sind.
    Was mich aber mächtig an dem Artikel stört, ist folgendes:
    “Einige werden mir das jetzt sicher wieder übel nehmen; aber ich habe das Bild in einem Bericht gefunden, der den Vorwurf von Spitzeltätigkeiten gegen diese Personen substantiiert erhebt. Auch wenn dieser Bericht aus einem Milieu kommt, dem man mindestens genauso gut entgegenhalten kann, dass hier mehr staatliche Zahlungen fließen als das berühmte Hartz4, für dessen Inanspruchnahme sich ja der “arbeits- aber nicht beschäftigungslose” Führer Axel Reitz rühmt.”
    Dieser Vorwurf, vor allem gegen ein Mitglied des Vorstands wurde nur aus dem Grund erhoben, weil gerade diese Person sich seit Jahren gegen den Dunstkreis des berühmten “Führer Axel Reitz” stellt. Als nun der große “Führer” sich mit seinem Mitgliedsantrag eine Abfuhr einhandelte und kurze Zeit später gerade diese Kameradin in den LV gewählt wurde, nahm die Gruppe um Reitz das zum Anlass, eine Kampagne gegen diese zu starten. Was in diesem Zusammenhang der Begriff “substanziiert” zu suchen hat, ist mir ein absolutes Rätsel. Die Vorwürfe konnten nicht einmal mit Hinweisen, geschweige denn mit Beweisen bekräftigt werden. Im Gegenteil. Einige der im verlinkten Artikel erhobenen Behauptungen konnten sehr schnell als Lügen entlarvt werden und auch den übrigen fehlt jede Substanz. Ich will dieses Thema an dieser Stelle nun aber nicht weiter vertiefen. Wer noch Fragen dazu hat, kann sich an die NPD Krefeld wenden. Man sollte nur nicht die Agitation gewisser Kreise dadurch auch noch unterstützen, in dem man sie weiterverbreitet.

    • VoxPopuli sagt:

      Lieber Lodin,

      “Profis” müssen die Funktionsträger auch gar nicht sein; sunny und andere haben gezeigt, dass diese miesen Fotos leicht durch einfaches Nachdenken abgeändert und verbessert werden könnten. Oder willst Du diese Fähigkeit den Funktionsträgern auch noch absprechen? ;-)

      Und wenn sie keine Profis sind: dafür gibt es Blogs wie metapolitika.wordpress.com oder meinen eigenen, der substantiierte “Nachhilfe” von Profis bereithält.

      Deshalb machen wir ja hier kostenlose Politikberatung, für die die etablierten Volkszertreter viele tausend Euro pro Auftrag bezahlen. ;-)

      Nun zum Spitzelvorwurf:

      Es ging mir hauptsächlich um das Bild. Und sagen wir es mal so: Ebenso wie eine Verlängerung der Amtszeit von Voigt, sind auch diese Bilder Wasser auf die Mühlen des VS… Und gerade der Landesverband NRW hat es in den letzten Jahren ja nicht zu viel gebracht. Cui bono?

      Aber Du hast sicher Recht (und hatte ich ja auch angedeutet): Die Pappnasen um Reitz, die in Schreiorgien vergeblich versuchen, den Führer nachzuahmen (offenbar haben die noch nie eine ganze Rede von ihm angeschaut), sind nun wahrlich nicht die GRuppe, die andere mit dem VS-Vorwurf überziehen sollten.

      Dieses Reitz-Schmierentheater ist derart schädlich für die Sache, dass es mich wundert, dass der VS sich dafür nicht zu schade ist. Normalerweise müsste das jeder vernünftige MEnsch erkennen, aber kann man Vernunft in dieser Irrenanstalt namens BRD noch erwarten?

  18. niekisch sagt:

    Um es einmal ganz schlicht auszudrücken:

    Alle diese Zustände im “rechten” Lager sind Ausdruck der Tatsache, daß kriegsergebnisbedingt alles Nationale vom deutschen Boden vertilgt wurde und auch in Zukunft ferngehalten werden soll. Da ist j e d e s Mittel recht! Auch das hitlerbärtchentragender agent provocateurs.

  19. westphal sagt:

    Abschließend darf ich meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, wieviel Stürme im Wasserglas selbst so ein klares und eindeutiges Thema hervorruft.
    Besonders gehässig finde ich die Bemerkung von “Kaiser Franz – mit dem so bescheidenen Namen”, der so selbstgefällig-harmlos-dämlich wissen will, weshalb Frank Franz wenig Wahlerfolg zeitigen konnte.

    Tja, Kaiserchen, blöde Fragen stellen kann jeder:

    weshalb läuft Deine Freundin ständig zu Deinem Nachbarn, wenn Du außer Sichtweite bist? Fragen über Fragen und so wenig Antworten.

  20. Gegenpol sagt:

    “Wie erklären Sie es sich denn, dass ein Lutz Battke
    trotzdem Erfolge hatte und Frank Franz eher keine?”

    Das ist genau die richtige Frage, Kaiser Franz,
    auf die Dressing-Westphal und Designer-Voxpopuli
    keine Antwort haben, denn deren Logik folgend,
    müßte es genau umgedreht sein.

    Einfache Antwort:
    Eine politische Wahl ist NICHT die Wahl zu “Mister Schörmeni”.

    • westphal sagt:

      @Gegenpopel

      Tja, wennste meinst, daß der optische Kellerasselwettbewerb zum gewünschten Ergebnis führt, dann sollte man dich zum Turniersieger krönen.

      Immerhin doch interessant, sowie hier mal ein richtiges Thema auftaucht, merkt man gleich, weshalb alles für die Katz ist.

      Auf Wiedersehen!

      • Gegenpol sagt:

        @westphal, Deine Wünsche sind für “die Katz”,
        vielleicht hast Du zuviele “Männermagazine”
        gelesen. Du solltest Dein Fräulein Katzenberger
        weiterhin begaffen…und politisch Ruhe geben.

  21. blacksun87 sagt:

    Wie wirkt ein grau/silberner Anzug mit weißem Hemd und roter Krawatte?:)

  22. Chris sagt:

    Vox Populi hat in großen Teilen recht. Die NPD kennt das Problem auch, sie handelt oft nur nicht danach. Was schlimm genug ist. Aber um fair zu bleiben, die anderen größeren Parteien auf kommunaler Ebene sind oft auch nicht besser. Aber trotzdem – es gibt viel zu verändern.
    Hier mal was aus google (sehr lang gell):

    http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:VS8DhqFRxDEJ:www.taz.de/fileadmin/static/pdf/npd-leitfaden-kommunalpolitik.pdf+leitfaden+kommunalpolitiker+npd&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESjw_Zr2IkroX37lPmrTmjlgD1J2NPvxj5VMGmnA3tGte3zRPoIkwtNJ4kEEetQhZ6z8O5-AfUY1KyFU_VVLHTDROM0K0J2bINiqrG6OZ9AxWpGC6VzxYgkau8-BeyPl7Tm5igOa&sig=AHIEtbRd9qNqtZHUovqB7tvYwmQF_3zlQw

  23. Kaiser Franz sagt:

    Und warum scheiterte Saarbrücken, obwohl der Verhaltens- und Sprachkodex von FF so wie von Vox gefordert war? Wie erklärt sich Vox die Erfolge der Piraten (oder von Lutz Battke), obwohl der Verhaltens- und Sprachkodex gar nicht dem entspach, was Vox fordert.

    Vielleicht hat Vox auch schon mitbekommen, dass die Zeiten von “Dressmens” wie Guttenberg, Koch-Mehrin, FF vorbei sind. Es werden mehr authentische Arbeiter als Politiker gefordert.

    FF kann man nur raten, sich nicht mehr wie ein Schauspieler aus Leni Riefenstahls Filmen abbilden zu lassen.

  24. Gerd sagt:

    Endlich mal k o n s t r u k t i v e Kritik und das vom Feinsten!
    Natürlich spielt das äußerliche Erscheinungsbild eine große Rolle bei den Wählern! Da mal einen professionellen Fotografen, der auch Bilder nachbearbeiten kann, ein paar Euro zukommen zu lassen wäre eine lohnende Investition!
    Zur Professionalisierung der Partei gehört wahrlich noch Einiges!

    Warum nicht ein Foto u. a. mit einem Handwerker (z. B. Dachdecker) in seiner Montur, eine junge Mutter mit Kind auf dem Arm, eine gepflegte Rentnerin, eventuell ein Feuerwehrmann (lt. Umfrage einer der meist geschätzen Berufsgruppen), jemand im weißen Kittel der eventuell als Chemiker, Kaufmann oder Naturwissenschaftler durchgeht? Dazu ein freundliches Lächeln und vor Allen der Parteivorsitzende!

    Na, mal so zum Beispiel!

    8

  25. niekisch sagt:

    Ganz bescheiden und vorsichtig behaupte ich nach den Hammerschlägen hier, daß Voxpopulis Verhaltens – und Sprachregeln schon etwas für sich haben. Der Erfolg der Piraten und der Mißerfolg von Frank Franz sind in erster Linie damit zu erklären, daß die Piraten in der “öffentlichen Meinung” sozusagen ein Rettungsanker sein dürfen, während die NPD als eine “braune Titanic” dargestellt wird und sicher partiell auch ist.

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