NPD-Chef Apfel: “Wir sehen einem eventuellen Verbotsverfahren mit Gelassenheit entgegen”

| 20. November 2011 | 18 Kommentare

Berlin/Wien (DE) – NPD-Parteichef Holger Apfel hat in einem Interview mit der österreichischen Zeitung DIE PRESSE* erklärt, er sehe “einem eventuellen Verbotsverfahren mit Gelassenheit entgegen.”

Die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG hatte kürzlich unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, dass ein neuer Anlauf für ein Verbot der Partei unternommen werden solle. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte, ein neuer Versuch sei seiner Meinung nach so gut wie sicher. Hintergrund der Debatte sind die mutmaßlich vom NSU begangenen Morde an mehreren ausländischen Kleinunternehmern sowie einer Polizistin. Apfel nannte die Taten gegenüber dem Blatt “vermeintlich politisch motivierte Gewalt”, die als “Pseudo-Neonazi-Popanz” vom politischen Gegner ausgenutzt werde, “um uns zu stigmatisieren.” Auf die Frage, ob das einen Fünfpunkteplan zur Ausländerrückführung beinhaltende Parteiprogramm als Inspirationsquelle für mögliche Gewalttäter dienen könne, antwortete Apfel: “Wenn Sie diesen Gedanken weiterdenken, dann tragen jene Politiker die Verantwortung für die Gewalt, die einem Millionenheer von Ausländern Tür und Tor geöffnet haben. Die 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland leben, sind ein sozialer Sprengsatz.”

Auf FDP-Chef und Außenminister Philipp Rösler, der als gebürtiger Vietnamese im Alter von neun Monaten adoptiert wurde, angesprochen und gefragt, ob dieser Deutscher sei, sagte Apfel, die NPD bekenne sich “ganz klar zum Abstammungsprinzip. So ein Fall ist natürlich tragisch, da kann weder der Herr Rösler etwas dafür noch die NPD.” Analog zu Lebensläufen wie denen von Rösler gebe es “Einzelfälle, die geprüft werden müssten”, so Apfel: “Auch bei Menschen aus Mischehen werden sich mit Sicherheit Lösungen finden, alles andere wäre ja unmenschlich.”

>> NPD-Chef Apfel: Verbotsforderung wegen NSU ist “plumpes Ablenkungsmanöver”
*Anmerkung: Der in dem Interview erwähnte Peter Klose ist bereits seit Anfang 2011 kein NPD-Mitglied mehr, er war mit seinem Austritt einem Parteiausschlussverfahren zuvorgekommen.

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Kategorien: Deutschland

Kommentare (18)

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  1. Ovomaltine sagt:

    Zitat:

    Die NPD lehnt Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele ab. Wer sich da strafbar macht, hat bei uns nichts zu suchen.

  2. Romantiker sagt:

    “Auf die Frage, ob das einen Fünfpunkteplan zur Ausländerrückführung beinhaltende Parteiprogramm als Inspirationsquelle für mögliche Gewalttäter dienen könne, antwortete Apfel: “Wenn Sie diesen Gedanken weiterdenken, dann tragen jene Politiker die Verantwortung für die Gewalt, die einem Millionenheer von Ausländern Tür und Tor geöffnet haben. Die 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland leben, sind ein sozialer Sprengsatz.””

    Versteh ich nicht. Unlogisch.

  3. Silver Surfer sagt:

    Wenn die NPD jetzt so ankommt: “Nichteuropäer sind auch Deutsche!” ist die Sache gegessen.

    Die Aussiedler und Europäer dürfen ntürlich bleiben, für die anderen ist es besser wenn sie gehen.

  4. Mitglied sagt:

    Silver Surfer
    Das hat doch Apfel doch aber gar nicht gesagt: Seine Aussage ist doch eindeutig, wenn er sich zum Abstammungsprinzip bekennt. Ich versteh das so, daß er “Mischlingen” ein Bleiberecht zubilligen will. Wo sollen sie auch so ohne weiteres hin, da sie ja sowohl in Deutschland wie auch im Heimatland des zweiten Elternteils immer ein Fremdkörper bleiben werden.

    • Silver Surfer sagt:

      Was sind Mischlinge?

      1. Halbdeutsch/Halbeuropäisch, darf natürlich bleiben, ist der Teil Volksgemeinschaft

      2. Halbdeutsch/Halbaußereuropäisch, ist schwer, da die diese Leute so gut wie immer das andere Volk aussehen und meist auch damit fühlen.

      Bei den zweitgenannten ist es nähmlich schwerer zusagen,wer zu wem gehört.

      • Stolzer Thüringer sagt:

        Bei “Halbaußereuropäisch” kommt es ja auch darauf an, aus welchem Land die Person kommt. Bei z.b. Weißen aus Nordamerika oder Australien sehe ich z.B. kein Problem.

        Bei den sogenannten Mischlingen wird man es bei jedem Einzelnen prüfen müssen, da man das schwer verallgemeinern kann.

        • Silver Surfer sagt:

          @Solzer Thüringer
          Gegen Weiße egal woher, habe ich nichts gesagt,das interpretierst du nur.
          Zählen etwa Halbneger für dich als Deutsche?

          • beobachter sagt:

            “Halbneger” sind keine Deutsche, diese Feststellung ist wichtig und richtig. Aber was willst Du mit ihnen machen? Deportieren???

          • Silver Surfer sagt:

            @ Beobachter
            Nein natürlich nicht.
            Aber wonanders passen sie mehr herien als hier.
            Desweiteren würden sie mit uns Nationalisten nie kämpfen sondern sich immer nur gegen uns stellen.

          • Stolzer Thüringer sagt:

            Aber es gibt auch bei den Weißen große Unterschiede, so sind mir “Halbneger”, wie du es nennst lieber, als z.b diverse Bevölkerungsgruppen aus Osteuropa oder dem Nahen Osten inklusive der Türkei.

            Ich bin auch nicht rassistisch, weshalb ich nicht nur nach der Hautfarbe gehe, sondern nach den Eigenheiten und Gewohnheiten der einzelnen Völker.

    • Gegenpol sagt:

      Dazu gibt das Deutsche (NICHT BRD-) Staatsbürgerrecht
      seit vielen, vielen Jahren eine ganz klare Antwort.
      Einfach mal nachlesen.

  5. franky sagt:

    Kennt jemand diese Rede von Schäuble?
    Hat zwar nur bedingt etwas mit dem Thema zu tun, aber seht interessant was er über die Souveränität von Deutschland nach ’45 denkt:

    • franky sagt:

      Video geht auch nur 2 Min…:)

    • hutlos sagt:

      schäuble und schröder fordern die abschaffung deutschlands. ich kann mich noch gut erinnern, wie die – genau wie möllemann – von teilen der rechten szene vereinnamt wurden. an dem einen entdeckten manche konservative, am anderen nationale züge.

      das zeigt doch deutlich, daß teile der rechten szene nicht mal in der lage sind, freund und feind zu unterscheiden. im sinne von carl schmitt sind sie somit unpolitisch. für die jubelmeldungen hier über berlusconi gilt dasselbe.

      was das abstammungsprinzip betrifft: wer hier in der außendarstellung keine kreide frißt, wird niemals aus dem einstelligen prozentbereich herauskommen. jeder deutsche hat heute einen mario schmalzlocke oder goran in seinem bekannten- oder freundeskreis, der schwäbelt oder sächselt und voll integriert ist.

      • gast sagt:

        “wer hier in der außendarstellung keine kreide frißt, wird niemals aus dem einstelligen prozentbereich herauskommen.”

        Das Problem ist vielleicht nicht einmal die radikale Haltung.
        Das Hauptproblem ist, dass die NPD von einem Großteil der deutschen Bevölkerung als ‘Ein-Themen-Partei’ wahrgenommen wird.
        Anstatt ‘immer nur’ die ‘armen Ausländer’ zu kritisieren, sollte man sich in Zukunft stärker auf andere Themen (wie z.B. Umweltschutz, Rentenfragen, Sicherung der Lebensqualität) konzentrieren, wodurch die Radikalität automatisch in den Hintergrund treten würde.

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