Kredit-Affäre: AWD-”Drückerkönig” Maschmeyer bezahlte Werbeanzeigen für Wulff-Buch

| 20. Dezember 2011 | 5 Kommentare

Berlin (PM) – Der Professor für Parteienrecht an der Universität Düsseldorf, Martin Morlok, sieht in der Finanzierung von Anzeigen für ein Buch des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff durch den Unternehmer Carsten Maschmeyer keinen Verstoß gegen das Parteiengesetz, hält den Vorgang aber trotzdem für problematisch.

“Das ist keine illegale Parteienfinanzierung, weil die Partei da keine Hand drauf hatte”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe). “Doch dadurch ist die Causa Wulff nicht entschärft. Denn das war wieder ein etwas merkwürdiges Geschäft mit einem Amigo und ist ein Mosaikstein im Gesamtbild, wonach er nicht immer ganz unproblematische Beziehungen zu solchen Freunden unterhalten hat.” Maschmeyer, so Morlok, habe bestimmt nicht ganz uneigennützig gehandelt. “Er verfolgt ja auch Zwecke damit.” Wulff wiederum sei infolge derartiger Leistungen als Ministerpräsident sicher “nicht mehr unbefangen” gewesen. Nichtsdestotrotz trete ein Politiker in der Regel nicht dann zurück, “weil es objektiv nötig wäre, sondern wenn die Parteifreunde es verlangen. Und die verlangen es dann, wenn sie meinen, die Partei nähme zu sehr Schaden.”

>> ARD: Der Drückerkönig und die Politik – Die Karriere von AWD-Gründer Carsten Maschmeyer

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Kategorien: Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

Kommentare (5)

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  1. Neujahrsgedanken « Tobias Fabinger | 27. Dezember 2011
  1. Gegenpol sagt:

    Damals in Kiel, die Maschmeyer-Drücker-Kolonne rekrutierte “gnadenlos”.
    Mein armer Nachbar lebte von Sozialhilfe und wurde vom AWD “geworben”.

    Daß er (mein armer Nachbar) weder lesen noch schreiben konnte, dennoch
    “hochwertige” Finanzprodukte verkaufen sollte, ist dem Herren von der
    Maschmeyer-Gäng erst gar nicht aufgefallen :) .

    Dem Drücker-König Maschmeyer, wie es hier so treffend heißt, hat es
    nicht geschadet, er wurde erst “Königsmacher” von Sozi-Schröder und
    dann auch noch von Ali Islam Wulff mit der “schönen” V´roni Hupfdohle
    an seiner Seite.

    Ein BRD-Bilderbuch-Aufstieg zur Macht mit
    “Schön-V´roni”-Hupfdohle an seiner Seite.

  2. horst sagt:

    Mal noch was anderes, angenommen Wulff sollte zurücktreten dann wäre ja wieder Bundespräsidentenwahl und die NPD wäre mit 3 Wahlleuten dabei. Ich würde für diesen Fall als Kandidaten diesmal Prof. Schachtschneider vorschlagen, man kann ja glaube ich vorschlagen wen man will Hauptsache dt. Staatsbürger und über 40 Jahre alt. Ist auf jeden Fall weitaus besser als Frank Rennicke und würde dem CDU Kandidaten so manche Stimme kosten. Prof. Schachtschneider wäre zudem eine echter Volkspräsident, der gegen EU-Rettungsschirm, EU-Verfassung und andere Schweinereien vorgegangen ist!

  3. Es war kein reines Nehmen von Christian Wulff – er hat auch gegeben, denn im System Hannover wäscht eine Hand die andere: http://www.die-krise.com/der-bundesprasident-christian-wulff-anonymitat-maschmeyer-system-hannover/

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