Hans-Olaf Henkel: Freie Wähler begrüßen Eintritt – Antritt zur Bundestagswahl 2013

| 21. Dezember 2011 | 23 Kommentare

Ganderkesee (DE) – Über den Beitritt des ehemaligen BDI-Chefs und Buchautors Hans-Olaf Henkel hatte DeutschlandEcho bereits berichtet.

Nun gaben die Freien Wähler (FW) vor Ort in Ganderkesee (Niedersachsen) ihre Freude über den prominenten Zuwachs bekannt. Mit dem prominenten Henkel hofft man nun offenbar auf mehr Bekanntheit und bessere Chancen bei Wahlen. Sicherlich wird man einige Wähler der FDP, die sich derzeit im Bereich der Nichtwähler oder bei der CDU tummeln gewinnen können. Möglich ist sicher auch der Übertritt des einen oder anderen FDP-Mitgliedes. Die FDP liegt in der Wöhlergunst bundesweit wieder einmal bei nur noch zwei Prozent. Wesentlich weniger dürften die FW auch nicht bekommen, falls sie bei der Bundestagswahl 2013 antreten sollten. Vielleicht schaffen sie nun mit Henkels Unterstützung noch ein paar Stimmen mehr. Das läge nahe. Sollte sich die Eurokrise weiter verschärfen und auf den einfachen Bürger durchschlagen, könnten Eurokritiker stark davon profitieren und den Sprung ins bundesdeutsche Parlament schaffen.

Die FW wollen 2013 zur Landtagswahl in Niedersachsen und zur im selben Jahr stattfindenden Bundestagswahl antreten. Im Landtag von Bayern sind die FW schon mit rund 10% der Stimmen vertreten. Auch bei anderen Landtagswahlen in diesem Jahr konnten die FW die für die Parteienfinanzierung wichtige Hürde von einem Prozent oftmals knacken. Sichtlich frohgestimmt verkündete daher auch der FW-Vorsitzende Arnold Hansen laut WESER-KURIER:

„Mit Henkel verstärken wir die Wirtschaftskompetenz. Das ist auch eine Anerkennung für unser liberal-konservatives politisches Profil.“

Die FW sehen mit dem Eintritt des Euroskeptikers Henkel zu Recht ihre Wirtschaftskompetenz gestärkt. Die Aussage Hansens zeigt klar auf, dass man bei den (ehemaligen) Wählern von Union und FDP fischen will. Aber auch Wähler von Republikaner, Pro-Bewegung und den Bürgern in Wut könnten gewonnen werden. Diese drei Parteien bemühen sich bereits um die konservative Wählerschaft. Kommunal sind die FW vielerorts gut verankert, so dass auch weitere Wahlsiege wie bereits in Bayern durchaus möglich sind. Die Basis hierzu ist jedenfalls da.

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Kategorien: Deutschland, Politik

Kommentare (23)

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  1. Freikorpsgeist sagt:

    H2O – so wurde Hans Olaf Henkel bei IBM genannt – bei den Freien Wählern ? Na die passen zueinander. Kein Verlust ! Noch eine kleine Partei mehr neben den Reps, pro-D,und BiW…spricht morgen kein Mensch mehr von.
    Der NPD gehört die Zukunft.

  2. Baumkrone sagt:

    Freie Wähler…unübersichtlicher Haufen von Kleingruppierungen ohne wirklichen Zusammenhang. Und wofür stehen die eigentlich? Achja, ist ja bei jedem Kommunalverein anders. Wahrlich die die Wahlalternative der Zukunft…

  3. Silver Surfer sagt:

    Die Freien Wähler…
    Auch nur ein Schiss im Wind.

  4. Gegenpol sagt:

    Olli weiß nicht mehr wohin er soll, war mal ein trefflicher Bursche, damals.

  5. Titorelli sagt:

    Wenn die Union ihre Superwaffe zu Guttenberg in Stellung bringt, werden auch die Freien Wähler leer ausgehen…

    • Ralle sagt:

      Die Union bringt die “Superwaffe” zu Guttenberg, dann in Stellung, wenn die Freien Dorftrottel, genauso wie ihre Vorgänger: PRO und FREIHEIT in Berlin, weniger Stimmen holen als die NPD.

  6. Gegenpol sagt:

    Karl Schwindel zu Merkelberg schießt mit Platcebos.

  7. Schlageter sagt:

    Die Freien Wähler Deutschland bzw. die tonangebenden FW Bayern im Bundesverband haben in dem Sinne kein Parteiprogramm, sondern lediglich politische Leitlinien, da sie sich nach eigenem Selbstverständnis nicht an eine bestimmte Ideologie binden wollen und ihre Entscheidungen voll und ganz vom jeweiligen politischen Sachverhalt abhängig machen. So haben sie in den Bereichen innere Sicherheit oder Landwirtschaft Schnittmengen mit dem bürgerlichen Lager, während sie in den Bereichen Umwelt, Soziales, Ökonomisierungskritik im Bildungs- und Medizinbereich große Gemeinsamkeiten mit SPD oder Grünen haben. Sie versuchen gezielt von der Parteienverdrossenheit in der Bevölkerung zu profitieren.

    Für die Rechten sollten sie freilich keine Alternative sein, da sie im Bereich Ausländerpolitik deutlich linksliberale Grundpositionen vertreten.

    • deutschnationales_feigenblatt sagt:

      So generell kann man das mit den “linksliberalen Grundpositionen” nicht sagen. Zumindest der die freien Wähler in Frankfurt haben doch gänzlich andere Ansichten. In jedem Fall sind die freien Wähler eine zu heterogene Erscheinung.

  8. Ralle sagt:

    Wie die “Piraten” so werden nun die “Freien Wähler” ins Feld geführt, nur eben für ein bürgerliches Klientel.

    Vom Prinzip her, dennoch gleich: Eine Partei von Idioten, für Idioten! :-)

    • Böser Gutmensch sagt:

      @Ralle

      “Vom Prinzip her, dennoch gleich: Eine Partei von Idioten, für Idioten”

      Viele Parteien mit nahezu identischen politisch-ideologischen Inhalten. So “funktionert” die Demokratie. Noch ;-)

  9. bomber sagt:

    Hoffen wir das beste für die “Freien Wähler”.

    NPD in die Tonne treten !!

  10. Schlageter sagt:

    @ deutschnationales_feigenblatt

    Ich bezog mich auf einige Standpunkte der dominanten FW Bayern, aber natürlich hast Du Recht, dass die FW Frankfurt da eine ganz andere Position vertreten und dass es sich um eine äußerst heterogene Vereinigung handelt.

    @ Silver Surfer und Ralle

    Einen solchen “Schiss im Wind” von “Dorftrottel[n]” und “Idioten”, der auf 10% bei Landtagswahlen und knapp 19% bei Kommunalwahlen im Flächen- und Freistaat Bayern kommt und der in Bayern mehr Landräte und Bürgermeister hat als die NPD Mitglieder ebendort oder als die NPD kommunale Mandate insgesamt hat, eine eben solchen ‘Schiss im Wind’ hätte die NPD wohl auch gerne. Ihr seht, Ihr habt keinen Grund zur Überheblichkeit.

  11. DerDissident sagt:

    Hmm, interessant, daß ausschließlich Zecken wie “bömber” oder “Reinhardt” in letzter Zeit positive Bemerkungen ihrer Kommentare verzeichnen können.

    Da haben die bestimmt ordentlich die Werbetrommel für dieses Portal in ihrer Kommune gerührt. Hahaha!

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