LE MONDE: „Für einen geordneten Rückzug aus dem Euro“

| 5. Januar 2012 | 16 Kommentare

Paris (DE) – Die Luft für die Eurokraten wird immer enger. In Frankreich fordern nun zwölf renommierte Ökonomen einen Ausstieg aus der maroden Kunstwährung.

Laut der großen französischen Zeitung LE MONDE sprechen sich die zwölf Ökonomen Gabriel Colletis, Alain Cotta, Jean-Pierre Gérard, Jean-Luc Gréau, Roland Hureaux, Gérard Lafay, Philippe Murer, Laurent Pinsolle, Claude Rochet, Jacques Sapir, Philippe Villin, Jean-Claude Werrebrouck „für einen geordneten Rückzug aus dem Euro“ aus. Sie fordern unter anderem eine Rückkehr zur nationalen Währung, eine Überprüfung der Banken, inwiefern diese eine Finanzhilfe brauchen und ein vorübergehendes Einfrieren der Preise auf Güter und Dienstleistungen.

Die Ökonomen halten das vehemente Festhalten am Euro für einen Weg in eine Sackgasse. Sie sehen in den Spardiktaten für die nationalen Haushalte Hilfsabhängiger Länder eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftssituation. Aus Sicht der Wissenschaftler ist daher der baldige Ausstieg aus der teuren Einheitswährung zwingend erforderlich.

In Deutschland warnen auch zunehmend bekannte Persönlichkeiten wie Hans-Olaf Henkel und Hans-Werner Sinn vor dem Euro. Sie werden allerdings von etablierten Politikern bekämpft, ganz nach dem Motto: „Weil nicht wahr sein kann was nicht wahr sein darf!“

 

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Kategorien: Ausland, Politik, Wirtschaft & Finanzen

Kommentare (16)

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  1. Romantiker sagt:

    Damit würde schonmal ein wesentlicher Teil der BRD-Identität bröckeln: Alles für den Westen! Alles mit Frankreich. Was macht man, wenn der wichtigste Partner bzw. “Freund” die eigene Götze, also den Euro, kurzerhand für nicht mehr brauchbar und zukunftsträchtig erklärt.

    Ich bezweifel aber dass das passieren wird, die Folgen sind noch nicht absehbar für die Elite und ihre Projekte, also nimmt man lieber eine gesamteuropäische Schwächung in Kauf.

    Sonst muss noch die gesamte BRD auf die Psychocouch (wo sie schon längst hingehörte). “Wir waren doch so gute Europäer. Buhu”

    • Hildener sagt:

      Absolut, die angebliche ,,europäische Identität”, die unsere Etablierten immer wieder zwanghaft beschwören (müssen), würde einen enormen Knick von Außen erfahren.
      Aber inzwischen halte ich das Ende des Euros für gar nicht unrealistisch. Auch in Italien werden die Stimmen zum Ausstieg immer lauter. In Filettino, das sich selbst zum Fürstentum ausgerufen hat, führte der Bürgermeister (oder Fürst) eine neue Währung mit der Begründung ein, dass er in der Zeitung gelesen habe, der Euro würde eh nicht mehr lange existieren.
      Und auch in der Welt liest man in letzter Zeit erstaunlich oft von der D-Mark…
      Der Euro wackelt!

  2. antifa ist profa sagt:

    Ich will Deutschlandecho TV!

  3. blacksun87 sagt:

    Ein Film

    Des Wahnsinns fetteste Beute

    Der EURO zerrüttet Europa. Immernoch wird ein griechischer EURO in einen deutschen EURO 1:1 umgetauscht. Während Länder wie Griechenland, Portugal und Italien jahrzehnte über ihre Verhältnisse lebten, wird nun der deutsche Wohlstand verpfändet, um die immer höheren Rettungsschirme zu spannen, die den Pleitestaaten die letzte Rettung sein sollen. Doch das sind sie nicht. Die Rettungsaktionen führen zu noch mehr Schulden und treibt

    Der Begründer der Mittelstandökonomie Prof. Dr. Eberhard Hamer sieht die gesamte Eurozone durch einen internationalen Währungskrieg bedroht, bei dem es darum ginge von den Schwächen des US Dollars abzulenken. Die USA zwangen ihre Leitwährung der gesamten Welt auf und drucken nun die gesamte Weltwirtschaft in die Inflation.

  4. +Kreuz+ sagt:

    Frankreich ist im Gegensatz zu Griechenland, Portugal oder Spanien ein Land, welches z.Z. noch in diese “alternativlosen” Euro- und Bankenrettungsfonds einzahlt. Sollte der französischen Bevölkerung das Einzahlen eines Tages nicht mehr gefallen, dann kann die Sache sehr schnell gehen. Wer kennt nicht die (teils gewalttätigen) Massenproteste von französischen Fischern, LKW-Fahrern, Bauern, Eisenbahnern, etc. ? Da geht’s anders zu wie in der BRD, da werden bei Streiks auch schon einmal Firmenchefs als Geiseln genommen: Süddeutsche Zeitung: Frankreich: Manager als Geisel / Ab jetzt ein Trend. Bei solchen Protesten ist die französische Regierung bisher immer eingeknickt und hat nachgegeben.

    Und wenn Frankreich aus dem Euro aussteigt, dann werden auch die anderen Netto-Einzahler wie z.B. die Niederlande oder Finnland bald aussteigen.

    Wer bleibt dann als EU-Einzahler noch übrig? Richtig, die BRD… ;)

  5. ” Ein gekonnter Rückzug birgt mehr Siegeschancen als ein Dilettantischer
    Vormarsch. Aber wie sich jeder Verrückte das Handwerk der Aggression
    zutraut, so glaubt leider jeder Zaghafte, die Kunst des Retitierens
    zu beherrschen ”

    ( Hans Kasper )

  6. Livia sagt:

    Die ganze Sache um den Euro erinnert mich an die Umwandlung Rhodesiens in Simbabwe. Die weißen Rhodesier taten so, als ginge ihre Welt wie gewohnt so weiter wie bisher – bis daß die marodierenden schwarzen Horden ihre Herrenhäuser überfielen und sie totschlugen, bestenfalls mit dem Hemd auf dem Leib außer Landes jagten … !
    Augen zu und so lange es irgendwie geht weitermachen wie bisher – ist 1. immer die bevorzugte 1.Wahl der Masse und 2. die Garantie dafür, daß das Ende besonders “dick” wird!
    Momentan sollten die meisten EU-Staaten, besonders die der Eurozone, alle anderen Vögel aus ihren Staatswappen entfernen und durch den Strauß ersetzen.

  7. franky sagt:

    Die Politiker können die Oposition verbieten, Lügen als Wahrheit verkaufen, sie können Gesetze erlassen, sie können aber längerfristig keine ökonomischen oder naturwissenschaftlichen Gesetze ändern/erlassen/ignorieren. Jetzt wird der Preis für den EURO-Wahn fällig! Zieht euch warm an! Je länge es geht, desto schlimmer wirds :) :)

    Das Gute ist, mit dem alternativlosen festhalten am EURO, wird nach einem scheitern die Idee eines vereinten Europas so diskreditiert sein, das aus der Richtung für jahrzehnte keine Gefahr für unser Volk und unsere Währung mehr besteht.

    Und sollen doch die “dummen Schafe” bezahlen die mit dem Kauf von europäischen und deutschen Staatsanleihen dieses System am laufen halten.

  8. franky sagt:

    Im übrigen, viele unabhängige Blogs sind gegen den EURO. Es sind die großen Zeitungen wie FTD und Handelsblatt die die Politik und die Interessen des Großkapitals unterstützen, die von diesen als “die Etablierten” genannt werden… :)

    Insbesondere die Gold-Bugs stehen auf unsere Seite! Da gibt es mehr Gemeinsamkeiten als gedacht.

    z.B.:
    http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=18314

    • endzeit sagt:

      Habe ich auch schon festgestellt. Was sicher auch daran liegt das diese Leute, im Gegensatz zu “Links”, das miese Spiel längst durchschaut haben.

  9. endzeit sagt:

    Dazu auch passend folgende Nachricht:

    “Sehr seltsam: Banken kürzen Einlagensicherung

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff? Vor lauter Wulff-Gezeter verpaßt unsere Qualitätspresse eine wichtige Mitteilung, die derzeit die meisten Bankkunden erreicht: die Geldhäuser kürzen die Einlagensicherung für Kunden im Falle einer Bankpleite erheblich. So wird die Sicherungsgrenze beginnend zum 1. Januar 2015 in drei Schritten über einen Zeitraum von 10 Jahren gesenkt, heißt es jetzt in den Bankschreiben. Und zwar erheblich – nämlich über 70%.”

    Wer will kann den ganzen Artikel auf P.I. erlesen.

    Das Bankensystem steckt unwiderruflich im totalen Kollaps,
    wann bekommen die Verantwortlichen den verdienten Kopf-Klaps???

  10. DerDissident sagt:

    @endzeit

    “beginnend zum 1. Januar 2015 in drei Schritten über einen Zeitraum von 10 Jahren gesenkt”

    Gut, aber das sind ja noch DREI Jahre. Warum sollten die dann jetzt schon das “sinkende Schiff” verlassen? Sich jetzt bereits euphorisch zu geben, halte ich doch für übertrieben.

    Und daß nach einem Euro/Banken-Kollaps auch die EU zerbricht, halte ich auch für unwahrscheinlich. Von 27 “EU-Staaten” sind gerade mal 17 in der Euro-Zone. Was ist, wenn die nationalen Währungen danach wieder wie vor 10 Jahren – zur Euroeinführung – umgewandelt werden?

    Solange die Bunzelbürger nicht merkliche Löcher in ihren Haushaltskassen bemerken, werden die auch nicht aufmucken und die Ausbeutung geht wie bisher weiter.

    Die Ambition der Eurokraten sind die “Vereinigten Staaten von Europa”. Daran werden diese Lumpen auch weiterhin festhalten, da muss man sich nichts vormachen.

    • Gegenpol sagt:

      … werden sie und die Vorfreude (schönste Freude) auf den
      Totalausfall der Kunstwährung ist ebenfalls unrealistisch,
      noch wollen die Euro-Extremisten JEDEN Ausfall verhindern,
      wenn es nicht anders geht, nehmen sie auch kleinere “Abgänge”
      zur Kenntnis. Uns Ex-D-Mark-Zahler bleibt der Euro bis zum
      böse-bitteren Ende erhalten und wenn das nicht, dann das
      nämliche Wechselkurs-Diktat (Verailles-Raubfrieden) :( .

  11. unGrün sagt:

    Der Totalausfall des €uro rückt näher:
    http://www.propagandafront.de/196400/am-abgrund-der-albtraumhafte-absturz-des-euros-hat-begonnen.html
    Derzeit liegt der $ Dollar bei 1,2740 €uro….weiter fallend.
    Da bin ich ja wirklich gespannt drauf, was mit dem Spielgeld noch alles passiert.
    Der (Alp)Traum kann jetzt ruhig beendet werden und die gute alte Deutsche Mark
    eine Renaissance erfahren. Die Bundesmutti Angela wird aber noch etwas warten, bis
    auch der Herr Sarkozy keine Einwände mehr gegen den Franc finden kann…

    • Paulchen sagt:

      Wenn der Euro fällt, werden Euro-europäische und damit auch deutsche Waren billiger. D.h. Exportsteigerung und Ankurbelung der Wirtschaft.

      Was ist daran schlecht?

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