Stasi-Staat Deutschland: Nachrichtendienste überwachen zig Millionen E-Mails

| 25. Februar 2012 | 9 Kommentare

Berlin (DE) – Die DDR und ihre Stasi mögen untergegangen sein. Doch ihre Nachfolger sind um ein Vielfaches intensivere Schnüffler.

Honecker und Ulbricht  würden wohl vor Neid erblassen. Davon konnte ihre Stasi nur träumen. Die Nachrichten von vielen Millionen Menschen einfach so überwachen und diese Bürger bekommen im Normalfall nichts mit. Die Stasi ist allgegenwärtig. Big Brother is watching you. Vielleicht sogar in diesem Moment. Warst Du im Netz einkaufen? Bist Du vielleicht bei EBay? Welche Pornoseite hast Du heute besucht? Vielleicht mit dem süßen Häschen von nebenan gechattet? Blumen für den Hochzeitstag geordert? Hast Du Dich über die neuesten Nachrichten auf einer oppositionellen Seite informiert? Vielleicht sogar einen Kommentar hinterlassen? Hast Du vielleicht einer oppositionellen Partei per Online-Banking gespendet?  Die Visionen eines George Orwell („1984“) werden immer realer. Nicht „nur“ mit Kameras an jeder Ecke oder mit dem altbekannten Abhören der Telefone greift der Staat zunehmend in die Privatsphäre seiner Bürger ein. Nein, auch das Weltnetz wird immer mehr in Angriff genommen. Was sich über Facebook oder andere sozialen Netzwerke nicht erschnüffeln lässt, wird direkt beim Nutzer abgerufen.

So berichtet das HAMBURGER ABENDBLATT über das krakenhaft-grauenhafte um sich greifende  Eingreifen staatlicher Behörden in die Grundrechte des Volkes. Verfassungsschutz, BND und MAD kontrollieren immer mehr E-Mails (E-Post) der Bürger. Zwar hilft dies den Ermittlungen nur wenig, doch dies hindert nicht daran, die  Überwachung dennoch immer extremer auszuweiten.

So wurden 2010 mehr als 37 Millionen E-Mails und Datenverbindungen, genau genommen unglaubliche  37.292.862 Stück, überwacht. Nur 213 davon hätten tatsächlich für die Ermittlungen gegen Kriminalität und Terror geholfen. Obwohl diese Form der Verbrechensbekämpfung ineffizient ist, soll die Internetüberwachung – ist China vielleicht das Vorbild?- weiter ausgedehnt werden. 2009 wurden noch 6,8 Millionen E-Mails überwacht. Ein Jahr später also eine Verfünffachung.  Zensur und Überwachung: Das ist die Bundesrepublik im Jahr 2012. Mit Freiheit und Demokratie hat das schon lange nichts mehr zu tun.

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Kategorien: Netzwelt & Medien

Kommentare (9)

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  1. Silver Surfer sagt:

    Wir müssen davon ausgehen,dass alle unsere E-Briefe, wie auch Telefongespräche abgeört und mitgelesen werden.

  2. Meckerer sagt:

    Viele Bürger sagen es schon seit Jahrzehnten die BRD istnichts anderes als die DDR, das bleibt so bis wir eines Tages wieder souverän und Deutschland sind. Pfui Teufel Stasi West. eklig einfach eklig.

  3. Kalle sagt:

    Ist das so eine Überraschung ? ob die Zahlen stimmen ? wurden vieleicht auch angepasst. So wie alles andere, was nicht passt wird …..

  4. endzeit sagt:

    Tatsächlich ist es so, das in Sachen Überwachung des Bürgers die damalige DDR-Stasi nur davon träumen konnte, welche Möglichkeiten die BRD-Stasi heute hat.
    Was sicherlich der technologischen Entwicklung ebenso geschuldet ist, wie der totalen Skrupelosigkeit der heute Regierigen.

  5. Florian sagt:

    Ist ja auch kein wunder wenn wir ne Stasi Mutti in der Regierung oben haben.

  6. derM sagt:

    wer nicht verschlüsselt ist selber schuld…

  7. nomen sagt:

    Aber den Michel juckt es mal wieder nicht.

  8. Wahr-Sager sagt:

    Wer immer noch behauptet, wir würden in einer Demokratie leben, der wird dafür bezahlt und/oder ist Anhänger dieser “Demokratie”.
    Ein Beleg neben vielen anderen Belegen dafür ist die Tatsache, dass deutlich rassistische Äußerungen gegenüber Deutschen heute völlig normal geworden sind.
    So schrieb der taz-Schmierfink Deniz Yücel 2011 in einer Kolumne: “In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird.” Quelle: http://www.taz.de/Kolumne-Geburtenschwund/Kommentare/!c75707/#send-comment
    Auch kürzlich konnte Yücel seinem Deutschenhass wieder Ausdruck verleihen, als er die Gedenkfeier für die Opfer der “Dönermorde” kommentierte.

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